Die jüngste Sitzung der Enquete-Kommission zur „Aufarbeitung“ der Corona-Pandemie zeigte erneut: Echte Aufarbeitung gibt es kaum. Vielmehr geht es um Selbstentlastung und die nachträgliche Legitimierung des Corona-Unrechts unter dem Deckmantel einer vermeintlich neutralen und objektiven Kommission.
Ich habe Christian Drosten erlebt. Seine Eröffnungsaussage, „Es gibt keine deutsche Pandemie. Fachexpertise ist international“ war nichts anderes als der strategische Versuch, jegliche Verantwortung von vornherein von sich zu weisen. Eine globale Krise, so die Botschaft, entbindet die nationalen Akteure von jeder Verantwortung. Die eigene Rolle unangreifbar machen – darum ging’s.
Was mich besonders schockiert hat, war die unzureichende Erklärung des Herrn Drosten, wie seine 180-Grad-Wende zustande kam:
• Anfang März 2020: In der Bundespressekonferenz beschreibt Drosten Corona noch als „milde Erkrankung“, als „eine Erkältung in erster Linie“, die für den Einzelnen „im Prinzip gar kein Problem“ darstelle.
Dann, offenbar als die politische Agenda stand, die Panikmache:
• Wenige Tage später: Derselbe Mann warnt plötzlich vor apokalyptischen Bildern, vor Szenen „wie aus Kinofilmen“ und prophezeit, dass Menschen „daran auf den Straßen sterben in Afrika“.
Damit konfrontiert, gab es Ausflüchte statt Antworten. Drosten habe die Frage nicht weiter beantworten können, da nicht mehr genügend Zeit zur Beantwortung zu Verfügung gestanden hätte. Auch beim Thema Masken vollzog Drosten eine seiner typischen Kehrtwenden. Zuerst erklärte er die Datenlage für „schlecht“, nur um Wochen später das Gegenteil zu verkünden und eine Maskenpflicht zu fordern. Zu diesem zentralen Thema, das Millionen Bürger und vor allem Kinder täglich belastete, gab es keine befriedigende Erklärung.
Insoweit muss man davon ausgehen, dass diese 180-Grad-Wenden keine wissenschaftlichen Neubewertungen war. Alle Warnungen basierten auf einer abstrakten „Modellwelt“, in der man durch exzessive Tests und verzerrte R-Werte Panik am Reißbrett konstruierte. Man wollte eine vermeintlich wissenschaftliche Grundlage für Kontrolle, Lockdowns, Schulschließungen und die Aushebelung unserer Grundrechte.
Ich werde das nie vergessen. Ebenso wenig wie das Strategiepapier des Bundesinnenministeriums, indem eine „gewünschte Schockwirkung“ innerhalb der Bevölkerung explizit „erzielt“ werden sollte. Dabei schreckten die Verantwortlichen vor nichts zurück. Man spielte mit den Urängsten der Menschen, mit dem Ersticken. Man nahm gezielt unsere Kinder in den Blick und jagte ihnen Angst ein: „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“
Wenn wir regieren, wird es einen echten Corona-Untersuchungsausschuss geben. Mit echten Konsequenzen.




