⚠️ Stadtbild & Migration – Eindrücke aus Nikosia im Kontext der EU-Ratspräsidentschaft

⚠️ Stadtbild & Migration – Eindrücke aus Nikosia im Kontext der EU-Ratspräsidentschaft

Im Rahmen einer dreitägigen Delegationsreise des Deutschen Bundestages nach Zypern, an der ich für die AfD-Fraktion teilgenommen habe, hatte ich – auch vor dem Hintergrund der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns – Gelegenheit, mich intensiver in Nikosia umzusehen.

Ich war zuletzt 2009 hier. Das Stadtbild, insbesondere in der Innenstadt, hat sich seitdem deutlich verändert. Viele Gebäude sind sanierungsbedürftig, zahlreiche Geschäfte stehen leer, ganze Straßenzüge wirken vernachlässigt. Nach übereinstimmenden Aussagen von Einheimischen hängt diese Entwicklung eng mit illegaler Migration zusammen.

Viele illegale Migranten leben heute in der Innenstadt, da die Mieten dort aufgrund des schlechten baulichen Zustands niedrig sind. Gleichzeitig ziehen sich viele Einheimische aus diesen Vierteln zurück. Die Folge ist eine Abwärtsspirale aus Leerstand, sinkender Attraktivität und weiterem Verfall – sichtbar mitten in der Hauptstadt eines EU-Mitgliedstaates.

Hinzu kommt, dass ein erheblicher Teil der illegalen Migration über den Norden der Insel erfolgt. Zeitweise lag der Anteil illegaler Migranten bei rund sieben Prozent der Gesamtbevölkerung – eine enorme Belastung für ein Land dieser Größe.

Bemerkenswert ist, dass Zypern inzwischen reagiert hat: Mit einem besonderen Anreizsystem für freiwillige Ausreisen. Verlässt eine gesamte Familie freiwillig das Land, erhält ein männliches Familienmitglied eine befristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis von zwei Jahren. Dieses Modell hat im vergangenen Jahr erstmals zu einer Nettoabwanderung geführt.

Nikosia zeigt sehr konkret, was unkontrollierte Migration mit Städten macht – aber auch, dass politische Steuerung möglich ist, wenn man bereit ist, neue Wege zu gehen.

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